NitriKlim
Standortabhängige Bewertung und Anrechnung von Nitrifikationshemmern als Maßnahme zur Eindämmung des Klimawandels im Pflanzenbau

Kurzbeschreibung
Auf die Landwirtschaft entfallen rund 80 % der deutschen Lachgasemissionen (N₂O), einem Treibhausgas, das etwa 300-mal stärker wirkt als CO₂. Als Reaktion auf die Klimaschutzverpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls untersucht ein gemeinsames Forschungsprojekt Nitrifikationshemmer als Mittel zur Reduzierung dieser Emissionen – mit Feldversuchen an acht Standorten und Labortests in vier Einrichtungen.
Am von der MLU betreuten Standort in Cunnersdorf (SKW Piesteritz) werden im Rahmen jährlicher Feldversuche mit Winterweizen gehemmte und ungehemmte Stickstoffdünger anhand wöchentlicher N₂O-Messungen und Bodenproben untersucht. Die Forschung befasst sich mit vier Kernfragen:
- Wie wirken sich Hemmstoffe auf die jährlichen N₂O-Emissionen an verschiedenen Standorten aus?
- Welche langfristigen Auswirkungen hat der Einsatz von Hemmstoffen auf die Nitrifikation im Boden?
- Wie wirksam reduzieren Hemmstoffe die Nitratauswaschung und die damit verbundenen indirekten N₂O-Emissionen unter unterschiedlichen Standortbedingungen?
- Welche Auswirkungen haben Nitrifikationshemmer auf die Getreideerträge?
Die Ergebnisse sollen einen produktiven und nachhaltigen Ackerbau im Einklang mit den Zielen der „Strategie für den Ackerbau 2035“ fördern.
Vor kurzem wurden die ersten Ergebnisse hier (auf Deutsch) zusammengefasst
Kooperationspartner
Thünen Institute for Agricultural Climate Protection, Braunschweig; University of Hohenheim, Stuttgart; Julius Kühn Institute for Crop and Soil Science, Braunschweig; Georg-August-University, Göttingen; University of Applied Sciences, Osnabrück; University of Kassel; Christian-Albrechts University, Kiel; Stickstoffwerke (SKW) Piesteritz, Lutherstadt Wittenberg
Finanzierung
Federal Office for Agriculture and Food

Projektdauer
November 2022 – October 2026
