SuSAKlim

DiP:SuSaKlim – Superfood aus Sachsen-Anhalt
Klimaangepasste Fruchtfolgen im ökologischen Landbau und Entwicklung digitaler Wertschöpfungsketten für die Vermarktung

Kurzbeschreibung

Ziel des DiP-Verbundprojekts „Superfood aus Sachsen-Anhalt“ ist der Anbau innovativer, trockenheitsresistenter Fruchtfolgen (Kichererbsen, Hirse, Quinoa, Öllein, Saflor, Amaranth, Buchweizen) im ökologischen Landbau und deren Verarbeitung zu pflanzlichen Bio-Produkten in der Fokusregion. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette wird eine nachhaltige Bewirtschaftung angestrebt: Auf der Versuchsstation AEVZ Merbitz (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) werden präzise Versuche gemäß den Richtlinien der EU-Verordnung über den ökologischen Landbau durchgeführt. Diese Fruchtfolgen werden unter praxisnahen Bedingungen auf Betrieben getestet, die nach den Standards der Bio-Verbände Naturland und Demeter arbeiten. Die Versuchsergebnisse werden auf einer digitalen Plattform erfasst, die den landwirtschaftlichen Betrieben zur Verfügung gestellt wird. Geplant ist eine Versuchsinfrastruktur mit digitalen Feldsensoren und Phänotypisierung zur Auswertung relevanter Daten im Kontext der Wechselwirkung „Klima x Boden x Pflanze“. Mithilfe von Agroökosystemmodellierung wird auf Basis der erhobenen Daten ein digitaler Zwilling der Anbausysteme erstellt, der dazu dient, die Produktivität und Trockenheitsresilienz unter unterschiedlichen Boden- und Klimabedingungen zu bewerten sowie Nachhaltigkeitskriterien zu beurteilen. Für Landwirte und Berater wird ein digitales Entscheidungshilfeprogramm entwickelt, das den Transfer der innovativen Fruchtfolgen von der Testphase zum erfolgreichen praktischen Anbau in Sachsen-Anhalt unterstützt. Im Rahmen der Entwicklung grüner Wertschöpfungsketten werden die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung innovativer Lebensmittel, z. B. Käse aus fermentierten Kichererbsen, vor allem in der Region Halle und Umgebung stattfinden. Der Schwerpunkt liegt auf der Direktvermarktung, um eine dezentrale Wertschöpfung mit Bio-Produkten zu ermöglichen. Dies soll durch Online-Shops unterstützt werden.

Finanzierung

Projektdauer

April 2024 – Dezember 2028